Lieferdienste für Restaurants, Buchungsportale für Kosmetikstudios, Vermittlungsplattformen für Handwerker, Marktplätze für Händler: Plattformen bringen Kunden. Das ist ihr Versprechen, und oft halten sie es. Aber sie haben ihren Preis – und der besteht nicht nur aus Gebühren.
Was Plattformen kosten
Gebühren und Provisionen. Die offensichtlichen Kosten. Sie steigen oft mit dem Umsatz, den die Plattform Ihnen vermittelt.
Vergleichbarkeit. Auf einer Plattform stehen Sie direkt neben Ihrer Konkurrenz, sortiert nach Preis und Bewertung. Was Sie besonders macht, geht in der Liste schnell unter.
Fremde Regeln. Die Plattform entscheidet, wie Sie angezeigt werden, was Sie zeigen dürfen und was es kostet, weiter oben zu stehen. Ändern sich die Regeln, müssen Sie mitziehen.
Keine eigene Kundenbeziehung. Der Kunde hat bei der Plattform gebucht, nicht bei Ihnen. Beim nächsten Mal sucht er wieder dort – und findet vielleicht jemand anderen.
Plattformen nicht abschaffen, sondern ergänzen
Es geht nicht darum, Plattformen sofort zu verlassen. Für viele Unternehmen sind sie ein wichtiger Kanal. Es geht darum, nicht nur von ihnen abzuhängen. Jeder Kunde, der Sie direkt findet und direkt bucht, ist ein Kunde ohne Provision und mit eigener Beziehung zu Ihnen.
Die eigenen Kanäle
Website
Ihre Website ist der einzige Ort, an dem Sie alle Regeln selbst bestimmen. Hier können Sie zeigen, was Sie anders machen, ohne dass Konkurrenz daneben steht. Eine Website mit eigenen Bildern und Videos wirkt deutlich stärker als eine mit Textblöcken und Stockfotos.
Google-Profil
Das Google-Profil ist kostenlos und für lokale Unternehmen oft der wichtigste Einstieg. Wer dort aktuelle Bilder, Öffnungszeiten und eine direkte Kontaktmöglichkeit zeigt, bekommt Anfragen ohne Umweg.
Instagram und andere soziale Netzwerke
Hier bauen Sie eine Beziehung zu Menschen auf, die Ihnen folgen. Sie sehen Ihre Arbeit regelmäßig, lernen Ihr Team kennen und erinnern sich an Sie, wenn sie Bedarf haben.
Direkter Kontakt
WhatsApp, Telefon, E-Mail: Wer Sie direkt erreichen kann, braucht keine Plattform dazwischen. Machen Sie es Kunden leicht, Sie direkt anzusprechen.
Warum Video dabei hilft
Eigene Kanäle funktionieren nur, wenn dort etwas passiert. Ein Instagram-Account ohne neue Beiträge oder eine Website mit veralteten Bildern überzeugen niemanden. Video ist das Format, mit dem Sie am schnellsten zeigen, wer Sie sind und wie Sie arbeiten – und es lässt sich auf allen Kanälen gleichzeitig nutzen.
Ein Reel kann auf Instagram laufen, auf der Website eingebunden werden und im Google-Profil erscheinen. Fotos aus demselben Dreh landen in Feed, Profil und Website. So entsteht aus einem Termin Material für alle eigenen Kanäle.
Ein realistischer Weg
- Bestandsaufnahme: Wie viele Ihrer Kunden kommen über Plattformen, wie viele direkt?
- Eigene Kanäle pflegen: Google-Profil aktualisieren, Website prüfen, Instagram regelmäßig bespielen.
- Material produzieren: Mit einem Content Day entsteht an einem Tag Material für einen Monat – 8 Reels + 40 Fotos oder 10 Reels.
- Direkten Kontakt anbieten: Auf allen Kanälen klar zeigen, wie man Sie direkt erreicht.
- Beobachten: Nach einigen Monaten vergleichen, ob sich das Verhältnis verschiebt.
Alle Nutzungsrechte an unserem Material gehen an Sie über – Sie können es also auf jedem Kanal einsetzen, auch auf Plattformen.
Fazit
Plattformen sind ein Kanal, kein Fundament. Wer eigene Kanäle aufbaut und dort regelmäßig zeigt, was er kann, gewinnt Kunden, die ihn direkt wählen – und wiederkommen.